Smart Weekly Business
  • Produkte
  • Handel
  • Personen
  • Fakten
  • Test
  • Jetzt abonnieren
  • Abmelden
  • Login
Smart Weekly Business
Smart Weekly Business
  • Produkte
  • Handel
  • Personen
  • Fakten
  • Test
  • Jetzt abonnieren
  • Abmelden
  • Login
  • Produkte

RWTH-Startup dataMatters präsentiert urbanOS: Smart Cities ohne US- oder China-Technik

  • 21. Januar 2026
  • Ben Kraus
RWTH-Startup dataMatters präsentiert urbanOS
Dr.-Daniel-Trauth, Geschäftsführer von data-Matters. Bild: data-Matters
Total
0
Teilens
0
0
0

Mit urbanOS hat das Aachener Startup dataMatters ein vollständig in Deutschland entwickeltes Betriebssystem für Smart Cities vorgestellt, das auf digitale Souveränität setzt. Ziel ist es, Städte und Landkreise unabhängig von US- und chinesischer Technologie zu machen – etwa durch den Verzicht auf Cloud-Dienste außerhalb Europas und durch den Einsatz DSGVO-konformer Sensorik. Das System verarbeitet Daten dezentral per Edge Computing und schützt personenbezogene Informationen durch lokale Anonymisierung.

Weitere Informationen gibt es unter www.datamatters.ai und in der folgenden Pressemitteilung.


Pressemitteilung

dataMatters: Smart City made in Europe – ohne USA und China

„Die Kommunen dürfen sich bei der Entwicklung in Richtung Smart City nicht von US-Digitalkonzernen abhängig machen, wie es in der Öffentlichen Verwaltung im Bürobereich bereits weitgehend der Fall ist“, warnt der Smart-City-Experte Dr. Daniel Trauth. Sein Unternehmen dataMatters, eine Ausgründung der RWTH Aachen, hat ein „europäisches Konzept für die Smartisierung von Städten und Landkreisen“ entwickelt. Er ordnet ein: „Die digitale Souveränität Europas gehört zu den wichtigsten geopolitischen Zielen unserer Zeit. Daher ist es von immenser Bedeutung, dass die Transformation der Kommunen zu Smart Cities nicht zu einer neuen Abhängigkeit von den USA oder von China führt.“

Der Chef des RWTH-Startups begründet seine Befürchtung beispielhaft anhand des neuen „Project Prometheus“ des US-Milliardärs Jeff Bezos. Erklärtes Projektziel: „die Verbindung zwischen KI und physischer Welt neu definieren“. Dabei übernimmt Bezos nach seinem Rückzug als Amazon-Chef 2021 erstmals wieder als Co-CEO eine operative Führungsrolle, was Dr. Daniel Trauth als Indiz für die Bedeutung von Prometheus wertet. Er erklärt die Hintergründe: „Real-world AI, von Nvidia-CEO Jensen Huang auch als ‚Physical AI‘ bezeichnet, ist die nächste Mega-Entwicklung nach GenAI. Was generative KI im Büro ist, wird Real-world AI im realen Leben werden – und dazu gehören Smart Cities.“

Heute das Fundament für souveräne Smart Cities legen

Bei der städtischen „Smartisierung“ wird das urbane Leben über Sensoren überall in einer City erfasst, an ein Daten­zentrum übermittelt und dort mittels Künstlicher Intelligenz ausgewertet; die Ergebnisse werden den kommunalen Entscheidungs­trägern fortlaufend zur Verfügung gestellt. Langfristig könnten anhand der Ergebnisse über Entscheidungsgrundlagen hinausgehend möglicherweise auch autonome Fahr­zeuge etwa zur Straßenreinigung oder – noch längerfristig – städtische Roboter gesteuert werden. „Was heute noch wie Science Fiction klingt, wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten allmählich Realität werden“, blickt Dr. Daniel Trauth in die Zukunft, „in Asien kann man schon die ersten Anfänge auf den Straßen sehen.“ Er mahnt: „Jetzt in der Anfangsphase werden die Wurzeln gelegt für eine europäische Souveränität auch auf kommunaler Ebene, um nicht in die nächste Abhängigkeitsfalle zu geraten.“

Vor diesem Hintergrund hat das RWTH-Startup ein Betriebssystem für Smart Cities namens urbanOS entwickelt – „zu hundert Prozent in Deutschland programmiert“, wie Dr. Daniel Trauth versichert. Die von dataMatters eingesetzten Sensoren kommen nach seinen Angaben ebenfalls aus Europa. „Sensoren von außerhalb der EU wären etwas preiswerter, aber dafür sehr viel gefährlicher“, sagt er und führt aus: „Die Sensoren in einer Smart City erfassen letztlich das gesamte urbane Leben, und das wollen die Kommunen sicherlich nicht nach China oder in die USA übermitteln.“

Keine personenbezogenen Daten erfasst

So können im Rahmen von Smart-City-Projekten beispielsweise Fußgängerbewegungen und Verkehrs­ströme erfasst, der Öffentliche Personennahverkehr bis auf Sitzplatzebene in Bussen und Bahnen analysiert oder die Parkraumbewirtschaftung durch Kameras optimiert werden. „Das sind sensible Informationen, die nicht in chinesische oder US-amerikanische Hände gehören“, stellt Dr. Daniel Trauth klar. Er erläutert: „Beim dataMatters-Konzept werden die erfassten Daten aus­schließlich anonymisiert ausgewertet. In den eingesetzten Kameras verwandelt eine lokale KI-Software die Aufnahmen sofort in anonyme Zähldaten, so dass keinerlei Bild- oder Videodaten übertragen, geschweige denn, gespeichert werden. Es werden lediglich sogenannte Objektklassen wie Fußgänger, Radfahrer, Straßenbahnen, Pkw oder Lkw erfasst, ohne Gesichter, Kennzeichen oder andere personen­bezogene Merkmale.“

Für technisch Interessierte: dataMatters setzt dabei auf eine Kombination aus „Federated AI“ und „Edge Computing“. „Föderierte Künstliche Intelligenz“ bezeichnet KI-Modelle, die Daten auf den Geräten, mit denen sie erfasst werden, gleich verarbeiten, statt alles zentral zu sammeln. Dadurch lassen sich vortrainierte KI-Modelle ohne zentralen Datenaustausch in den Endgeräten, also beispielsweise Sensoren, zu Ende trainieren. Die Verteilung der Verarbeitungsleistung heißt „Edge Computing“. Für viele Anwendungsfälle einer Smart City ist ohnehin kein Kameraeinsatz notwendig. So erfolgt beispielsweise die Fußgängerzählung nicht durch Kameras, sondern mittels Bluetooth-Sensoren, die erkennen, wenn Smartphones oder Smartwatches vorbeikommen, ohne die Geräte auszulesen.

„Eine Smart City auf Basis von urbanOS ist hundertprozentig DSGVO-kompatibel“, erklärt Dr. Daniel Trauth, „was bei einer Lösung mit chinesischen oder US-amerikanischen Komponenten wohl niemals der Fall sein dürfte.“ Dabei spielt nicht nur das in Deutschland entwickelte Betriebssystem eine Schlüsselrolle, sondern auch, dass die Verarbeitung durchweg in deutschen Rechenzentren erfolgt“, betont der RWTH-Sprössling. „Die Daten verlassen Deutschland nicht“, garantiert Dr. Daniel Trauth beim Aufbau von Smart Cities mit urbanOS, „und das stellt ein für die Kommunen in Deutschland angemessenes Sicherheitsniveau in technischer wie auch in rechtlicher Hinsicht dar.“

„Ein zweites Microsoft-Phänomen vermeiden“

Laut einer Schätzung des Zentrums für Digitale Souveränität aus dem Jahr 2025 arbeiten 96 Prozent aller Verwaltungsbeschäftigten in Deutschland täglich mit Microsoft-Produkten. Seit Jahren gibt es in der Öffentlichen Verwaltung immer wieder Versuche, auf Open-Source-Arbeitsplätze umzustellen. Doch sie scheitern überwiegend, weil zentrale Funktionen nicht stabil genug laufen und die Akzeptanz fehlt. Zudem verhindern Fachverfahren, Schnittstellen und proprietäre Spezialsoftware häufig eine Ablösung von Microsoft. In Kommunen scheitern immer wieder Pilotversuche daran, dass Open-Source-Lösungen nicht nahtlos mit bestehenden Verwaltungsprozessen und Bund-Länder-Infra­strukturen kompatibel sind, sodass die Verwaltungen am Ende gezwungen sind, zu Microsoft zurück­zukehren.

Dr. Daniel Trauth blickt zurück: „Diese Abhängigkeit nahm in den 1990er Jahren ihren Lauf mit der breiten Einführung von Windows-PCs und Microsoft Office als Standardpaket für Text­verarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail in Bund, Ländern und Kommunen. Über 30 Jahre später kämpfen wir immer noch vergeblich gegen diese Abhängigkeit an.“ Schätzungen zufolge bewegen sich die jährlichen Lizenzzahlungen deutscher Kommunen an Microsoft im deutlich dreistelligen Millionen­bereich. Größere Städte geben pro Jahr zwischen 2 und 8 Millionen Euro für Microsoft-Lizenzen aus, mittelgroße Kommunen kommen immerhin noch auf Hunderttausende von Euro.

Mit Blick in die Zukunft sagt Dr. Daniel Trauth: „Deshalb ist es so wichtig, bei der anstehenden Smart-City-Entwicklung nicht den gleichen Fehler zu wiederholen, sondern von Anfang an auf ein europäisches Fundament zu setzen. Das Projekt Prometheus und vergleichbare Ansätze für Real-world AI werden ebenso wie damals Microsoft alles daransetzen, sich in das urbane Leben Deutschlands einzuschleichen. Aber heute wissen wir es besser und können uns frühzeitig dagegen wehren. Es liegt nun an den kommunalen Entscheidungsträgern, die Weichen in ihrem Verantwortungsbereich auf digitale Souveränität zu stellen. Wir müssen ein zweites Microsoft-Phänomen vermeiden.“

Total
0
Teilens
Teilen 0
Tweet 0
Pin it 0
Ben Kraus

Ben hat viele Jahre Erfahrung im Elektrobereich und dem EGH. Seine Schwerpunkte sind Smarthome, CE, erneuerbare Energie und Installation. Er ist emotionaler Gamer und in der Freizeit meist auf seinem Motorrad, an seinem Bass oder beim Wandern anzutreffen

Voriger Artikel
Bosch Home Comfort Group erweitert Führungsteam mit Fokus auf regionale Märkte
  • Personen

Bosch Home Comfort Group erweitert Führungsteam mit Fokus auf regionale Märkte

  • 20. Januar 2026
  • Ben Kraus
Artikel lesen
Nächster Artikel
Hanno Froese wird neuer Geschäftsführer bei Gira
  • Personen

Hanno Froese wird neuer Geschäftsführer bei Gira für Produktion und Supply Chain

  • 21. Januar 2026
  • Ben Kraus
Artikel lesen

Auch interessant:

Autoderm startet in Deutschland
Artikel lesen
  • Produkte
KI-Hautanalyse per API: Autoderm startet in Deutschland
  • Ben Kraus
  • 28. Januar 2026
reflecta bringt höhenverstellbaren Wagen mit Kurbelgriff
Artikel lesen
  • Produkte
Mobiler TV-Stand für große Bildschirme: reflecta bringt höhenverstellbaren Wagen mit Kurbelgriff
  • Ben Kraus
  • 28. Januar 2026
So gelingen fettarme Pommes
Artikel lesen
  • Produkte
So gelingen fettarme Pommes: Bosch zeigt, wie’s geht
  • Ben Kraus
  • 27. Januar 2026
soundcore AeroFit 2 Pro
Artikel lesen
  • Produkte
soundcore AeroFit 2 Pro: Hybrid-Kopfhörer mit ANC und Open-Ear-Komfort
  • Ben Kraus
  • 27. Januar 2026
HONOR bringt Magic8
Artikel lesen
  • Produkte
HONOR bringt Magic8-Serie nach Deutschland: KI trifft auf High-End-Technik und Alltagstauglichkeit
  • Ben Kraus
  • 25. Januar 2026
Rowenta erweitert X-Clean-Serie mit X-Clean 7 und X-Clean 2
Artikel lesen
  • Produkte
Rowenta erweitert X-Clean-Serie mit X-Clean 7 und X-Clean 2
  • Ben Kraus
  • 24. Januar 2026
Severin startet 2026 mit neuer Men's-Care-Linie für Bart, Haar & Körperpflege
Artikel lesen
  • Produkte
Severin startet 2026 mit neuer Men’s-Care-Linie für Bart, Haar & Körperpflege
  • Ben Kraus
  • 24. Januar 2026
Dyson HushJet Purifier Compact
Artikel lesen
  • Produkte
Dyson HushJet Purifier Compact: Kompakter Luftreiniger mit Jet-Technologie
  • Ben Kraus
  • 22. Januar 2026
ASUS auf der CES 2026
Artikel lesen
  • Produkte
ASUS auf der CES 2026: Neue ProArt- und Zenbook-Modelle mit Fokus auf AI und Design
  • Ben Kraus
  • 22. Januar 2026

Neueste Beiträge

  • Canon auf der ISE 2026
    Canon zeigt auf der ISE 2026 neue PTZ- und Videolösungen für hybride Szenarien
    • 30. Januar 2026
  • Initiative „CoolSpots“: Bosch spendet Klimageräte an zehn Begegnungsorte
    Initiative „CoolSpots“: Bosch spendet Klimageräte an zehn Begegnungsorte
    • 29. Januar 2026
  • Netatmo launcht Thermostat ORIGINAL und smarte Heizkörperthermostate
    Netatmo launcht Thermostat ORIGINAL und smarte Heizkörperthermostate
    • 29. Januar 2026
  • Autoderm startet in Deutschland
    KI-Hautanalyse per API: Autoderm startet in Deutschland
    • 28. Januar 2026
  • reflecta bringt höhenverstellbaren Wagen mit Kurbelgriff
    Mobiler TV-Stand für große Bildschirme: reflecta bringt höhenverstellbaren Wagen mit Kurbelgriff
    • 28. Januar 2026

Kategorien

  • Allgemein (43)
  • Fakten (444)
  • Handel (841)
  • Personen (150)
  • Produkte (1.429)
  • Test (112)
  • Vorbilder (1)

Apps (128) Audio (344) Bad (69) Bitkom (103) Braune Ware (252) Büro (283) DNT/FNT (98) Elektrik (109) Entertainment (81) expert (59) Fitness (88) Frage der Woche (86) Gadgets (851) Gaming (138) Garten (151) Gesundheit & Beauty (152) IFA 2022 (59) Imaging (100) Küche (370) Miele (68) Nachhaltigkeit (137) Reinigen & Putzen (216) Samsung (98) Sicherheit (95) Smarte Mobilgeräte (177) Smart Home (465) Smartphone (110) TV (202) Weiße Ware (279) Wohnzimmer (372)

Benutzername:
Passwort:
Eingeloggt bleiben
Registrieren
Passwort vergessen?
Smart Weekly Business
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum
  • AGB
  • Widerruf
© 2026: Smart Weekly Business - Alle Rechte vorbehalten.
Cookie Einstellungen

Gib dein Suchwort ein und drücke Enter.