Mit der Lexar Muse Ultra-Slim Portable SSD präsentiert Lexar auf der IFA 2026 eine besonders flache externe SSD für mobile Geräte und kreative Anwendungen. Das Metallgehäuse misst an seiner dicksten Stelle lediglich 3,8 Millimeter, die magnetische Verbindung soll insbesondere den Einsatz mit kompatiblen iPhones vereinfachen; laut Lexar handelt es sich um die weltweit dünnste tragbare SSD. Die Lexar Muse erscheint im vierten Quartal 2026 mit 512 GB und 1 TB Speicher, Preise hat der Hersteller noch nicht genannt.
Die Lexar Muse Ultra-Slim Portable SSD setzt auf ein aus einem einzelnen Metallstück gefertigtes Unibody-Gehäuse. An der dicksten Stelle ist die SSD 3,8 Millimeter stark und verjüngt sich zu den Rändern hin auf 1 Millimeter. Um die geringe Bauhöhe zu erreichen, verwendet Lexar nach eigenen Angaben eine speziell entwickelte ultradünne Leiterplatte, hochdicht gestapelten NAND-Speicher und eine angepasste interne Konstruktion.
Eine Besonderheit ist die magnetische Verbindung. Lexar kombiniert eine eigene PogoPin-Datenschnittstelle mit dem mitgelieferten SnapLink-Magnetkabel. N52-Neodym-Magnete übernehmen dabei sowohl die Ausrichtung der Steckverbindung als auch die Befestigung der SSD in einer magnetischen Hülle. Diese lässt sich an der Rückseite kompatibler MagSafe-iPhones befestigen.
Bei der Datenübertragung erreicht die Muse laut Hersteller bis zu 1.050 MB/s beim Lesen und bis zu 1.000 MB/s beim Schreiben. Unterstützt werden iPhone, iPad, Mac und weitere Geräte mit USB-C. Auf kompatiblen iPhone-Modellen kann die SSD zudem für direkte externe 4K-Aufnahmen im Apple-ProRes-Format mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde genutzt werden.
Neben der Muse zeigt Lexar auf der IFA seine Entwicklungen rund um den AI Storage Core. Die Plattform verbindet Hardware, Gehäusetechnik, die sogenannte Luma Bridge und Optimierungen auf Systemebene. Dazu gehören eine neue Gen5-SSD sowie ein Gen5-Speicherstick, die auf den Einsatz mit lokal ausgeführten KI-Modellen ausgerichtet sind und eine Bandbreite von bis zu 11 GB/s erreichen sollen.
Technische Grundlage ist unter anderem eine von Longsys entwickelte Storage Processing Unit im 5-nm-Verfahren. Der Controller arbeitet ohne eigenen DRAM und soll speziell auf hohe Leistungsstabilität bei begrenztem Energie- und Wärmebudget ausgelegt sein. Die Lexar Luma Bridge übernimmt unter anderem Workload-Planung, vorausschauendes Prefetching und Cache-Management.
Damit adressiert Lexar insbesondere Anwendungen mit großen lokalen KI-Modellen und umfangreichen KV-Caches. Nach Herstellerangaben kann die Architektur den benötigten DRAM-Speicher um rund 40 Prozent reduzieren, während Datenzugriffe mit niedriger Latenz und schnelle Modellwechsel unterstützt werden sollen.
Parallel baut Lexar sein Angebot für Hersteller und Geschäftskunden aus. Gezeigt werden Client-SSDs auf Basis von PCIe Gen3 und Gen4 sowie spezielle USB-Speicherlösungen für Elektrofahrzeuge. Die für Dashcams und kontinuierliche Videoaufzeichnungen konzipierten USB-Sticks sollen unter anderem für Loop-Aufnahmen und sogenannte Wächter-Modi ausgelegt sein und auch bei wechselnden Temperaturen zuverlässig arbeiten.
Preis und Verfügbarkeit
Die Lexar Muse Ultra-Slim Portable SSD soll im vierten Quartal 2026 mit 512 GB und 1 TB Speicherkapazität auf den Markt kommen. Preise für beide Varianten stehen noch aus. Auch für die vorgestellten Gen5-KI-Speicher und die neuen Speicherlösungen für Elektrofahrzeuge nennt Lexar bislang weder Preise noch konkrete Verkaufsstarts.