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MWC 2026: Telekom bringt KI-Assistenz direkt ins Netz

  • 4. März 2026
  • Ben Kraus
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Die Deutsche Telekom zeigt auf dem MWC 2026 mit dem Magenta AI Call Assistant eine KI-Assistenz, die sich per „Hey Magenta“ direkt in Telefonate zuschalten lässt – ohne App oder zusätzliche Hardware. Funktionen wie Live-Übersetzung, Gesprächszusammenfassung oder Terminbuchungen laufen netzbasiert und sollen noch 2026 in Deutschland starten, perspektivisch mit Unterstützung für bis zu 50 Sprachen. Ergänzt wird das Portfolio durch Konzepte wie AI Glasses für freihändige KI-Nutzung, die Sicherheitslösung Mobile.ID als Smartphone-Universalschlüssel, KI-Agenten zur Netzoptimierung (MINDR) sowie Forschungsprojekte zu 6G und Quanteninternet. Konkrete Preise wurden nicht genannt.

Weitere Informationen gibt es unter www.telekom.com und in der folgenden Pressemitteilung.


Pressemitteilung

Deutsche Telekom beim MWC 2026: KI-Assistenz per Sprache direkt aus dem Netz

Die Deutsche Telekom stellt beim Mobile World Congress 2026 (MWC) KI-basierte Dienste und neue Technologien für ihre Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt. Vom KI-gestützten Anruf-Assistenten im Netz über KI-Agenten zur Steuerung von Netzen bis hin zu neuen Entwicklungen rund um 6G und das Quanteninternet: Unter dem Motto „Magenta AI at Scale. Human at Heart“ präsentiert der Konzern in Barcelona ab heute aktuelle Innovationen und zukunftsweisende Konzepte für die internationale Tech-Community.

„Wir sind KI-Optimisten und setzen KI verantwortungsvoll ein. Wir bringen sie direkt in unsere Netze, Produkte und Services – skalierbar, sicher und mit klarem Mehrwert für Menschen und Wirtschaft“, sagt Abdu Mudesir, Vorstand Product & Technology der Deutschen Telekom, zum Auftakt der Messe. „Denn KI wird zur Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Sie entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, technologische Leistungsfähigkeit und die digitale Souveränität Europas.“

Anrufe neu gedacht: Der smarte Call Assistent auf Zuruf

Auf dem Mobile World Congress 2026 stellt die Telekom als Weltpremiere mit dem Magenta AI Call Assistant ihre Vision vom KI-unterstützten Telefonat der Zukunft vor. Dabei wird KI integrierter Teil des Telefonats selbst – in Echtzeit verfügbar, ohne Apps oder teure Hardware.

„Unsere Kunden können KI-Dienste direkt im Telefonat dazuschalten. So kommt beispielsweise der Dolmetscher in den Anruf”, sagt Mudesir. “Mit unserem Magenta AI Call Assistant sind wir die ersten weltweit, die solche KI-Funktionen direkt aus dem Netz anbieten. Wir beseitigen Barrieren. Keine Apps, keine speziellen Geräte, keine technische Komplexität. KI wird einfach, intuitiv und für jeden verfügbar.“

Zu den ersten Services gehören: Live-Übersetzung, Gesprächszusammenfassung und das Beantworten von Fragen aller Art. In Zukunft ermöglicht der Call Assistant die Integration vieler weiterer Funktionen in das Telefongespräch. Er bietet praktische Unterstützung: Gespräche werden zu Taten. Wenn während eines Gesprächs klar wird, dass eine Reservierung notwendig ist, kann die KI die Buchung vornehmen (Restaurant, Arzttermin, Reise), Formulare ausfüllen, Fragen stellen (“Wann passt es Ihnen?”, “Fenster oder Gang?”) und am Ende die Bestätigung ordentlich dokumentieren.

Ziel des Call Assistant ist eine natürliche Integration von KI, die intuitiv zugänglich ist und Kundinnen und Kunden auf Anfrage unterstützt. Das soll Kommunikation für alle einfacher und wertvoller machen. Der Call Assistant lässt sich während eines Anrufs einfach mit „Hey Magenta“ aktivieren. Ohne diesen Zuruf während des Anrufs werden keinerlei gesprochenen Inhalte gespeichert oder analysiert. Gesprächspartner werden benachrichtigt, wenn der Call Assistant aktiv ist. Der intelligente Anrufassistent wurde in Partnerschaft mit ElevenLabs entwickelt, einem der führenden Unternehmen für KI-Forschung und -produkte. Kunden der Telekom in Deutschland werden die ersten sein, die die KI-Anrufdienste ab diesem Jahr nutzen können. In den nächsten zwölf Monaten ist eine Unterstützung für bis zu 50 Sprachen geplant. Weitere Services werden folgen.

KI-Brille: Freihändig, ohne Apps und jenseits des Smartphones

Mit AI Glasses zeigt die Telekom im Rahmen einer Konzeptstudie, wie sich KI über das Smartphone hinaus zur freihändigen Assistenz im Alltag entwickeln könnte. Auf Basis der RayNeo X3 Pro, einer der wenigen kommerziell verfügbaren KI-Brillen mit integriertem Dual-Display, demonstriert das Unternehmen, wie digitale Intelligenz, Sprache und Erkennung der realen Umgebung zusammenspielen. Dabei wird die Brille zum smarten Begleiter: Ein Blick oder ein gesprochener Befehl reicht aus, um Produkte zu erkennen, Texte in Echtzeit zu übersetzen, relevante Informationen direkt in das Sichtfeld einzublenden oder Aufgaben eigenständig auszuführen. Ob als Schritt-für-Schritt-Hilfe bei der Router-Installation, als smarter Assistent beim Einkaufen, Reisen oder bei Ticketservices – die Telekom skizziert hier eine App-freie, geräteübergreifende KI-Erfahrung. In der Vision wird die Technologie zum dezenten Begleiter, während die Sprache das zentrale, intuitive Interface bildet.

Smartphones werden zum Universal-Schlüssel

Mit im Gepäck für den MWC hat die Telekom außerdem eine neue mobile Sicherheitsplattform. Magenta Security Mobile.ID macht Smartphones per Bluetooth und NFC zu einem „Universal-Schlüssel“ für digitale Identitäten. So kann das Gerät physische Schlüssel, Smartcards oder sogar Ausweise ersetzen – bei voller Datensouveränität. Die Lösung deckt vielfältige Anwendungsfälle ab, beispielsweise Zugangskontrollen sowie sichere Alters- und Identitäts-Verifizierungen. Derzeit testen Mitarbeitende der Deutschen Telekom Magenta Security Mobile.ID im Arbeitsalltag, etwa beim Öffnen von Türen im Büro, beim Anmelden am Laptop oder beim Verschlüsseln von E-Mails. Zunächst auf Samsung-Geräten verfügbar, plant die Telekom den Marktstart für Geschäftskunden in Europa noch für 2026.

Schutz vor Fake-Agenten für KI-Systeme

Verifizierte digitale Identitäten sind nicht nur für Menschen entscheidend, sondern auch für den Einsatz von KI in Unternehmen. Denn auch autonome Systeme können Ziel von Täuschungsversuchen oder Deepfakes werden – etwa, wenn sich ein KI-Agent als Klon eines bestehenden Systems ausgibt, um sensible Daten ab- oder in Geschäftsabläufe einzugreifen. Auf dem MWC stellt die Telekom daher zusätzlich ein Sicherheitskonzept zum Schutz automatisierter, sensibler Unternehmensprozesse vor und macht mit einem Deepfake-Exponat aktuelle Angriffsszenarien erlebbar.

Digitale Souveränität: Cloud-Lösungen für europäische Unternehmen

Erst vor kurzem gab die Telekom mit Einweihung der Industrial AI Cloud in München zusammen mit NVIDIA den Startschuss für eine der leistungsstärksten KI-Infrastrukturen Europas – mit massiver Rechenleistung und voller Datenhoheit für europäische Unternehmen. Auf dem MWC gibt sie diesem und weiteren Cloud-Angeboten eine Bühne. Mit dabei ist die neue ‚Business Cloud‘ für europäische Märkte. Die Lösung richtet sich an KMU und Großkunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Sie bietet eine souveräne, leistungsstarke, Cloud- und KI-fähige lokale Rechenzentrumsinfrastruktur, die darauf ausgelegt ist, unternehmerische Innovationen zu fördern. Ebenfalls vor Ort: Eine Live-Demonstration des European Edge Continuum – die erste länderübergreifend vernetzte Edge-Cloud-Infrastruktur für nahtlose Anwendungen über nationale Grenzen hinweg.

KI-Agent im Router: Intelligenz für den Haushalt

Mit Intelligent Home entwirft die Deutsche Telekom eine Vision für das vernetzte Zuhause: Der KI-Agent zieht direkt in den Router ein – und macht ihn zum intelligenten, proaktiven Problemlöser, der Geräte, Dienste und Menschen verknüpft. Das System lernt Gewohnheiten, reagiert auf individuelle Bedürfnisse und orchestriert technologie- und herstellerübergreifend Geräte und Dinge im Haushalt. Dank „Edge AI” bleibt die Privatsphäre gewahrt: Alle Daten werden ausschließlich lokal im Router verarbeitet und verlassen das Haus nicht. Auf Wunsch kombiniert das System seine lokale Intelligenz mit cloudbasierter Sprachsteuerung, um Aufgaben zu übernehmen oder Fragen zu beantworten. So wird aus einem schlichten Router ein intelligenter Alltags-Dirigent fürs Zuhause.

MINDR: KI-Agenten optimieren das Netz in Echtzeit

Was wäre, wenn KI-Agenten eigenständig Probleme im gesamten Netz beheben könnten? Das Konzept MINDR beschreibt ein von der Telekom in Kooperation mit Google Cloud entwickeltes Multi-Agenten-System, das das Netz kontinuierlich beobachtet, Entwicklungen vorausschauend bewertet und bei Bedarf selbstständig reagiert. Das System erkennt frühzeitig Anomalien, steigende Netzauslastungen oder Leistungsrisiken – noch bevor sie sich auf Kundinnen und Kunden auswirken. Basierend auf Google Gemini Modellen verknüpfen spezialisierte KI-Agenten Signale aus verschiedenen Netzbereichen, prüfen Fehlerursachen, analysieren Zusammenhänge und stoßen proaktiv Gegenmaßnahmen an. MINDR ist die Weiterentwicklung des „RAN Guardian Agent“, der in Deutschland bereits seit Herbst 2025 erfolgreich bei Großevents im Funkzugangsnetz (RAN) Optimierungsmaßnahmen anstößt. MINDR überträgt dieselben Prinzipien auf weitere Ebenen und Prozesse im gesamten Netz – einschließlich des Transport- und Kernnetzes. Die Entwicklung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem autonomen und selbstheilenden Netz. Erste Einsätze sind noch in diesem Jahr geplant.

KI-native Netze verstehen Nutzer-Absichten

Unter dem Titel „Reimagine the Network“ wirft die Telekom einen Blick in die fernere Zukunft: Sie skizziert die Vision eines Netzes, das die Intention der Kundinnen und Kunden interpretiert und Netzressourcen dynamisch und bedarfsgerecht bereitstellt. Effizienz wird zum Designprinzip der Vision: Netzressourcen werden nur dann aktiviert, wenn sie tatsächlich benötigt werden – nach dem Prinzip „Zero Bit – Zero Watt“. Grundlage dafür ist eine konsequent vereinfachte Netzarchitektur, die Vorhersagen, Automatisierung und eine präzisere Ressourcennutzung ermöglicht. Mit 6G, der nächsten Generation des Mobilfunks, könnten Teile dieser Leitidee bereits wahr werden.

6G Innovation Hub: Nächster Mobilfunkstandard als Fundament für Physical AI

Gemeinsam mit T-Mobile US stärkt die Telekom die Umsetzung ihrer Vision für 6G. Im Rahmen eines neuen transatlantischen 6G Innovation Hubs werden die beiden Unternehmen relevante Partner auf beiden Seiten des Atlantiks für gemeinsame Forschung, Prototypenentwicklung und Feldversuche zusammenbringen – mit dem klaren Anspruch, eine führende Rolle bei der Entwicklung eines einheitlichen globalen 6G-Standards einzunehmen. Verankert im T-Mobile Innovation Lab in Bellevue, Washington (USA), sowie in den T-Labs in Berlin (Deutschland) soll 6G gemeinschaftlich als vollständig KI-natives System konzipiert und entwickelt werden. Der Fokus des gemeinsamen Hubs liegt auf drei Säulen: Autonome Netze für intelligente Konnektivität, sicheres Sensing und Positioning sowie die Konvergenz von Konnektivität und Rechenleistung. Im Mittelpunkt steht 6G als Grundlage für Physical AI – also Systeme, die Informationen nicht nur interpretieren, sondern in Echtzeit mit der physischen Welt interagieren und sie steuern.

Teleportation: Meilenstein auf dem Weg zum Quanteninternet

Nicht nur beim Mobilfunk blickt die Telekom auf dem MWC in Zukunft, auch beim Glasfasernetz: In Barcelona präsentieren die T-Labs, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Deutschen Telekom und Qunnect, Pionier im Bereich Quantennetze, erstmals ihre erfolgreiche Quantenteleportation über ein kommerzielles Glasfasernetz. In einer realen Telekommunikationsumgebung gelang es den Partnern in diesem Jahr, Quanteninformationen über 30 Kilometer bestehender Infrastruktur mit einer durchschnittlichen Genauigkeit von 90 Prozent zu übertragen – parallel zum regulären Datenverkehr. Der erfolgreiche Feldtest markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem einsatzfähigen Quanteninternet und zeigt, dass sich Quantentechnologien in operative Netze integrieren lassen.

Der Stand der Telekom beim MWC

Auf rund 1.000 Quadratmetern stellt der Messeauftritt der Telekom die Verbindung zwischen Menschen und Technologie in den Fokus. Ein imposantes, sechs Meter großes 3D-Telekom-Logo lockt Besucherinnen und Besucher in eine interaktive Erlebniswelt. Ein Highlight: Der lebensgroße KI-Avatar MIA reagiert auf einem 86-Zoll-Screen per Knopfdruck auf Fragen und informiert als Welcome Managerin auf fünf Sprachen über Exponate, Bühnenprogramm und weitere Details rund um den Messeauftritt. Vom 2. bis 5. März 2026 finden Sie die Deutsche Telekom in Halle 3 auf dem Stand 3M31.

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Ben Kraus

Ben hat viele Jahre Erfahrung im Elektrobereich und dem EGH. Seine Schwerpunkte sind Smarthome, CE, erneuerbare Energie und Installation. Er ist emotionaler Gamer und in der Freizeit meist auf seinem Motorrad, an seinem Bass oder beim Wandern anzutreffen

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