Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor den Auswirkungen der geplanten EEG-Novelle auf den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland. Nach Einschätzung des Verbands könnten die geplante Streichung der Förderung für neue kleinere Solaranlagen sowie weitere Änderungen Investitionen bremsen und zahlreiche Arbeitsplätze in Solarbranche, Handwerk und Mittelstand gefährden. Der Verband fordert Nachbesserungen am Gesetzespaket und einen stärkeren Ausbau von Solarenergie, Speichern und Netzen.
Weitere Informationen gibt es unter www.solarwirtschaft.de und in der folgenden Pressemitteilung.
Solarwirtschaft warnt vor massiven Jobverlusten
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt vor drastischen Folgen der geplanten EEG-Novelle für den Ausbau der Solarenergie. Insbesondere die vorgesehene Streichung der Förderung für neue kleine Solaranlagen ab 2027 könne Investitionen in Milliardenhöhe einbrechen lassen und bundesweit zehntausende Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk gefährden.
„Die Pläne sind gänzlich aus der Zeit gefallen. Sie halten Privathaushalte länger in fossiler Energieabhängigkeit und gefährden zehntausende Jobs in der Solarbranche“, erklärt BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.
Kritisch sieht der Verband zudem die geplante Absenkung der Schwelle zur verpflichtenden Direktvermarktung für Projektierer neuer Solardächer. Bereits heute hätten viele Anlagenbetreiber Schwierigkeiten, einen Direktvermarkter zu finden, da die technischen und prozessualen Voraussetzungen fehlen. Für Privathaushalte und Kleingewerbe werde dies zu einer kaum überwindbaren Investitionsbarriere führen.
Die weiterhin im „Netzpaket“ vom Bundeswirtschaftsministerium geplante weitgehende Streichung von Entschädigungszahlungen im Falle temporärer Netzengpässe werde zudem große Teile Deutschlands zu „No-Go-Areas für Erneuerbare Energien“ machen.
Wie die Solarwirtschaft zur EEG-Novelle steht
Gegenüber den ursprünglich von Bundeswirtschaftsministerin Reiche geplanten Einschnitten bei der Energiewende habe es in den bisherigen Ressortverhandlungen keine nennenswerten Nachbesserungen gegeben. „Anstelle neuer Hürden und wirkungsloser Trostpflaster braucht es einen Booster beim Ausbau der Solarenergie, Speicher und Netze“, so Körnig. Der Bundestag müsse die Gesetzesentwürfe grundlegend nachbessern.
Auch die Beteiligungsfrist von nur drei Werktagen kritisiert der Verband als unangemessen. Ein Gesetzespaket mit derart weitreichenden Folgen für Investitionen, Verbraucher und Arbeitsplätze müsse sorgfältig geprüft werden können.