Mit All-in+ von Bosch baut Bosch zur IFA 2026 seinen Hausgeräte-Mietservice zu einem umfassenderen Kreislaufmodell aus. Lieferung, Installation, Reparatur und bei Bedarf der Austausch eines Geräts sind Bestandteil des Angebots; hinzu kommen digitale Services, Verbrauchsmaterialien und die Wiederaufbereitung zurückgegebener Geräte. All-in+ von Bosch ist derzeit in Deutschland und den Niederlanden verfügbar und wird für Privathaushalte ab 15 Euro pro Monat angeboten.
Hinter All-in+ von Bosch steht der frühere Service BlueMovement. Kunden können ein Bosch-Hausgerät entweder mieten oder über ein Finanzierungsmodell erwerben. Unabhängig vom gewählten Modell sind Lieferung, Installation und Reparaturen in den regelmäßigen Zahlungen enthalten. Der Reparaturservice umfasst nach Angaben des Unternehmens Diagnose, Anfahrt, Arbeitszeit und Ersatzteile sowie bei Bedarf ein Austauschgerät.
Damit greift Bosch auch das seit Ende Juli 2026 in Deutschland geltende Recht auf Reparatur auf. Bei All-in+ ist die Reparatur allerdings nicht erst aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben Bestandteil des Angebots, sondern bereits seit Einführung des Servicemodells vorgesehen. Ziel ist es, Reparatur und Wartung über einen möglichst großen Teil der Gerätelaufzeit zu organisieren.
Neu ist vor allem der Ausbau zum zirkulären Ökosystem mit mehreren Partnern. TapTapHome unterstützt bei der Auswahl geeigneter Geräte, WERTGARANTIE ist für das Mietmodell und die Targobank für den Finanzierungskauf eingebunden. Verbrauchsmaterialien wie Geschirrspülmittel können über Reckitt im Abonnement bezogen werden. Über Home Connect stehen außerdem Funktionen wie Ferndiagnose, Nutzungsauswertung und smarte Programmsteuerung zur Verfügung.
Nachhaltiges Konzept
Nach dem Ende einer Nutzungsphase sollen zurückgegebene Geräte möglichst weiterverwendet werden. Bosch übernimmt die Aufbereitung, die anschließende Weitervermittlung erfolgt unter anderem über refurbed.de. Laut Unternehmen erhalten 91 Prozent der zurückgegebenen Großgeräte ein zweites Leben, während die übrigen Geräte recycelt werden.
Bosch gibt außerdem an, dass Geräte innerhalb des All-in+-Modells eine bis zu 20 Prozent längere Lebensdauer erreichen können. Grundlage ist eine von DNV durchgeführte Untersuchung zu generalüberholten Großgeräten nach Ablauf der Garantiezeit. Für den CO₂-Fußabdruck nennt Bosch eine Reduktion von 40 bis 60 Prozent gegenüber einem konventionellen linearen Ansatz für Hausgeräte in Wohngebäuden. Die Angabe basiert auf einer internen indikativen Bewertung; Methodik und Berechnungsmodell wurden nach Unternehmensangaben vom TÜV Rheinland validiert. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen unter anderem vom Standort, Strommix und den Austauschzyklen ab.
Für privat und für Firmen
Neben Privathaushalten richtet sich All-in+ auch an Betreiber größerer Wohnkonzepte. Bosch nennt beispielsweise Co-Living-Projekte, Studentenwohnheime, betreutes Wohnen und Büroküchen als Einsatzbereiche. In solchen Modellen werden Anschaffung und Wartung mehrerer Hausgeräte über regelmäßige Betriebskosten und eine zentrale Servicelösung organisiert.
All-in+ von Bosch ist aktuell in Deutschland und den Niederlanden verfügbar. Für Privathaushalte nennt Bosch Einstiegspreise ab 15 Euro monatlich; je nach gewähltem Gerät und Vertragsmodell können die Kosten abweichen. Beim Finanzierungsmodell geht das Gerät nach Abschluss der Finanzierung in den Besitz des Kunden über, während das Mietmodell Rückgabe- und Upgrade-Optionen bietet. Eine Ausweitung auf Großbritannien, Frankreich sowie weitere europäische und asiatische Märkte ist geplant.