MOVA erweitert sein Heimspeicher-Sortiment um das Solarenergiesystem MOVA LumeGret A2000 und die passende Erweiterungsbatterie B2000G. Das System vereint Mikro-Wechselrichter, Batterie und Solar-Laderegler in einem Gerät. Die Grundkapazität von 1,92 kWh lässt sich auf bis zu 9,6 kWh erweitern, die Solar-Eingangsleistung liegt bei bis zu 2.400 Watt. Gesteuert wird das System über das Energiemanagement LumeGret Orbit, das auch dynamische Stromtarife berücksichtigt. Das A2000 ist in Deutschland für 849 Euro (UVP) erhältlich, die B2000G für 699 Euro (UVP).
Das neue System ist unterhalb des bereits erhältlichen LumeGret A4000 angesiedelt und richtet sich an Haushalte mit geringerem Speicherbedarf. Mit dem Plug-and-play-Konzept zielt MOVA auf private Nutzer, die selbst erzeugten Solarstrom speichern wollen, ohne eine aufwendige Installation einzuplanen. MOVA gehört zur Dreame Group und bietet neben Solartechnik unter anderem Reinigungsgeräte, Mähroboter und Küchengeräte an.
MOVA LumeGret A2000: All-in-one-System mit Plug-and-play
Beim A2000 sind Mikro-Wechselrichter, Batterie und Solar-Laderegler in einem Gehäuse zusammengefasst. Nach Herstellerangaben reduziert das die Verkabelung und den Installationsaufwand. Die Grundkapazität von 1,92 kWh lässt sich mit bis zu vier zusätzlichen B2000G-Batterien auf insgesamt 9,6 kWh erweitern. Die Module werden dafür vertikal aufeinandergestapelt.
„Mit dem LumeGret A2000 und B2000G möchten wir Haushalten flexible Speicherlösungen bieten, die sich an unterschiedliche Anforderungen anpassen“, sagt Kurt Wang, Head of Sales West Europe bei MOVA.
Solareingang, Ausgangsleistung und Notstrom
Das A2000 verarbeitet eine Solar-Eingangsleistung von bis zu 2.400 Watt. Vier unabhängige MPPT-Kanäle sollen auch bei unterschiedlich ausgerichteten Modulen eine effiziente Energieaufnahme ermöglichen. MPPT (Maximum Power Point Tracking) bezeichnet eine Regelung, die jedes angeschlossene Modul im Bereich seiner höchsten Leistung betreibt. Den Spitzenwirkungsgrad gibt MOVA mit bis zu 99 Prozent an.
Das bidirektionale AC-System arbeitet mit bis zu 1.500 Watt. Die Batterie lässt sich damit sowohl über Solarstrom als auch über das Stromnetz laden. Im netzgekoppelten Betrieb stellt das System bis zu 800 Watt bereit, im netzunabhängigen Betrieb bis zu 1.500 Watt. Bei einem Stromausfall soll die Umschaltung auf Notstrom innerhalb von Millisekunden erfolgen. Eine genaue Umschaltzeit nennt MOVA nicht.
Energiemanagement mit LumeGret Orbit
Das Energiemanagementsystem LumeGret Orbit kombiniert KI-basierte Prognosen zur Solarstromerzeugung mit dynamischen Strompreisen. Grundlage sind laut MOVA Tarifdaten von mehr als 840 Energieversorgern weltweit. Das System soll daraus automatisch ableiten, wann Energie gespeichert und wann sie genutzt wird.
Ziel ist ein höherer Eigenverbrauch und ein geringerer Strombezug aus dem Netz, auch in sonnenärmeren Monaten. MOVA beziffert die mögliche zusätzliche Ersparnis im Winter auf rund 60 bis 100 Euro. Auf welcher Berechnungsgrundlage diese Angabe beruht, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Energieflüsse, Einstellungen und Einsparungen lassen sich in der MOVAhome App verfolgen.
Batterie und Garantie
Als Zellchemie setzt MOVA auf Lithium-Eisenphosphat (LiFePO₄). Diese Technik gilt im Vergleich zu anderen Lithium-Ionen-Varianten als thermisch stabiler und zyklenfester. Auf die Batterie gibt MOVA zehn Jahre Garantie. In der Pressemitteilung ist zudem von einer Auslegungsdauer von bis zu 15 Jahren die Rede, ohne dass diese näher erläutert wird.
Größeres Schwestermodell LumeGret A4000
Für Haushalte mit höherem Bedarf bietet MOVA bereits das LumeGret A4000 mit der Erweiterungsbatterie B4000 an. Es startet bei 4 kWh und lässt sich auf bis zu 20 kWh ausbauen. Die Solar-Eingangsleistung liegt bei bis zu 3.600 Watt, die bidirektionale AC-Leistung bei 2.500 Watt. Die Funktion FluxCharge soll zudem die Ladeleistung eines Elektroautos an die verfügbare Solarleistung anpassen und bis zu 3,6 kW bereitstellen. Ob FluxCharge auch für das A2000 verfügbar ist, geht aus der Pressemitteilung nicht eindeutig hervor.
Einordnung: Rahmen für Steckersolargeräte
Mit einer Netzeinspeisung von bis zu 800 Watt orientiert sich das A2000 an der Grenze für Steckersolargeräte in Deutschland. Seit dem Solarpaket I vom Mai 2024 gelten für diese Geräte zwei Grenzwerte: bis zu 2.000 Watt Modulleistung und maximal 800 Watt Wechselrichterleistung. Die maximale Solar-Eingangsleistung des A2000 von 2.400 Watt liegt über dieser Modulgrenze. Ob das System bei voller Bestückung noch unter die vereinfachten Regeln fällt, beantwortet die Pressemitteilung nicht.
Im Wettbewerb trifft MOVA auf ähnlich modular aufgebaute Systeme. Jackerys SolarVault 3 beispielsweise startet mit 2,52 kWh und lässt sich auf bis zu 15,12 kWh erweitern. MOVA selbst wurde erst Anfang 2024 gegründet und ist mit dem A2000 nun mit zwei Speichergrößen im Markt vertreten.
Preis und Verfügbarkeit
Das MOVA LumeGret A2000 ist in Deutschland für 849 Euro (UVP) erhältlich, die Erweiterungsbatterie B2000G für 699 Euro (UVP). Die Preise der LumeGret-Serie im Überblick:
- LumeGret A2000 (1,92 kWh): 849 Euro (UVP)
- LumeGret B2000G (Erweiterungsbatterie für A2000): 699 Euro (UVP)
- LumeGret A4000 (4 kWh): 1.399 Euro (UVP)
- LumeGret B4000 (Erweiterungsbatterie für A4000): 1.099 Euro (UVP)
In der maximalen Ausbaustufe mit vier B2000G und 9,6 kWh kostet das A2000-System rechnerisch 3.645 Euro. Ob Solarmodule zum Lieferumfang gehören, nennt MOVA nicht. Vertrieben werden die Systeme über die MOVA-Website, über den Solar-Onlineshop des offiziellen DACH-Partners sowie über Handelspartner wie Joybuy, DuraSolar und Flexisolar. Weitere Informationen gibt es unter mova-solar.de.
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