Die IFA-Studie 2026 zu Waschmaschinen und Geschirrspülern zeigt deutliche regionale Unterschiede bei den laufenden Wasser- und Stromkosten. Für die Untersuchung hat die IFA Berlin die Kosten in den 100 größten Städten Deutschlands verglichen. In den 20 größten Städten reduzieren Geräte der Energieeffizienzklasse A die berechneten jährlichen Wasser- und Stromkosten gegenüber rund zehn Jahre alten Geräten im Durchschnitt um 47,7 Prozent.
Beim Wäschewaschen weist Essen unter den 20 größten deutschen Städten die höchsten berechneten Kosten auf. Bei angenommenen 200 Waschgängen pro Jahr entstehen mit einem herkömmlichen Altgerät Wasser- und Stromkosten von 132,48 Euro jährlich. Dahinter folgen Stuttgart mit 124,42 Euro und Duisburg mit 118,87 Euro. Am günstigsten fällt die Modellrechnung für Köln mit 89,25 Euro aus. Für München werden 99,28 Euro und für Berlin 99,70 Euro errechnet.
Damit liegen die jährlichen Kosten für den Betrieb einer älteren Waschmaschine in Essen nach der Berechnung fast 48 Prozent über denen in Köln. Ursache dafür sind die unterschiedlichen lokalen Wasser- und Strompreise, die in die Untersuchung eingeflossen sind.
Auch bei Geschirrspülern liegt Essen an der Spitze der betrachteten 20 Großstädte. Für ein älteres Gerät ergeben sich dort jährliche Wasser- und Stromkosten von 86,69 Euro. Stuttgart folgt mit 84,12 Euro vor Hamburg mit 81,84 Euro. Die niedrigsten Kosten errechnet die IFA für Köln mit 67,29 Euro, Leipzig mit 69,20 Euro und Bonn mit 70,14 Euro. Da Geschirrspüler in der Modellrechnung weniger Wasser verbrauchen als Waschmaschinen, hat der jeweilige Strompreis hier einen stärkeren Einfluss auf die Gesamtkosten.
Werte im Vergleich
Die IFA-Studie 2026 zu Waschmaschinen und Geschirrspülern vergleicht diese Werte außerdem mit modernen Geräten der Energieeffizienzklasse A. Über die 20 größten Städte hinweg sinken die berechneten jährlichen Kosten einer Waschmaschine im Durchschnitt von 110,62 auf 60,14 Euro. Bei Geschirrspülern reduziert sich der Durchschnitt von 74,90 auf 36,89 Euro.
Insgesamt entspricht dies laut Untersuchung einer durchschnittlichen Reduzierung der Wasser- und Stromkosten um 47,7 Prozent. Je nach Stadt reicht die errechnete Einsparung von 46,4 Prozent in Bremen bis 50,0 Prozent in Köln.
In absoluten Beträgen ist das Einsparpotenzial dort am größten, wo Wasser und Strom vergleichsweise teuer sind. Für Essen errechnet die IFA eine jährliche Differenz von 59,26 Euro bei der Waschmaschine und 43,67 Euro beim Geschirrspüler. In Stuttgart sind es 56,72 beziehungsweise 42,67 Euro, in Hamburg 54,14 beziehungsweise 41,91 Euro.
Das wurde ausgewertet
Für die IFA-Studie 2026 zu Waschmaschinen und Geschirrspülern wurden die amtlichen Gebührensatzungen und Preisblätter der städtischen Versorgungsbetriebe in den 100 größten Städten Deutschlands ausgewertet. Für die Jahresberechnung geht die Untersuchung jeweils von 200 Wasch- beziehungsweise Spülgängen aus.
Bei einer älteren Waschmaschine werden 50 Liter Wasser und 1,20 kWh Strom pro Waschgang angesetzt. Für ein Gerät der Effizienzklasse A kalkuliert die Untersuchung mit 35 Litern und 0,50 bis 0,55 kWh. Beim Geschirrspüler liegen die angenommenen Wasserverbräuche bei 14 Litern für ein Altgerät und 9 Litern für ein Gerät der Effizienzklasse A. Die Verbrauchswerte basieren laut IFA auf Richtwerten des Umweltbundesamtes und der Verbraucherzentrale.
Für die Stromkosten wurden die lokalen Arbeitspreise der jeweiligen Grundversorger mit Stand vom 1. Juli 2026 herangezogen. Als Stichtag der Untersuchung nennt die IFA den 4. Juni 2026. Die Ergebnisse stellen damit eine Modellrechnung auf Basis festgelegter Verbrauchswerte dar. Die tatsächlichen Kosten können abhängig vom verwendeten Gerät, dem gewählten Programm, dem individuellen Nutzungsverhalten sowie den jeweiligen Wasser- und Stromtarifen abweichen.