Google hat Suchdaten aus Deutschland rund um Halloween 2026 ausgewertet. Die Google Halloween-Suchtrends 2026 zeigen ein starkes Interesse am Selbermachen von Dekoration und Kostümen sowie an essbaren Kürbissen. Als Datengrundlage dienen die eigenen Suchanfragen in Deutschland, die Google mit Tipps zur Nutzung seines KI-Assistenten Gemini verbindet. Absolute Zahlen nennt der Konzern nicht, sondern ausschließlich prozentuale Zuwächse. Parallel erwartete der Handelsverband Deutschland für das Halloween-Geschäft einen Umsatz von 537 Millionen Euro.
Den Blogbeitrag mit den Suchtrends veröffentlichte Google Deutschland am 27. Oktober 2026, vier Tage vor Halloween. Die Auswertung bezieht sich auf die Tage vor der Veröffentlichung. Den Großteil des Beitrags nehmen Anleitungen ein, wie sich Gemini für Kostüme, Dekoration und Partyvorbereitung nutzen lässt. Die Suchdaten dienen damit auch als Aufhänger für die Bewerbung eigener KI-Funktionen.
Selbermachen und Partys gefragt
Laut Google legten Suchanfragen nach „Halloween Party in der Nähe“ in den Tagen vor der Veröffentlichung um 50 Prozent zu. Besonders stark stiegen Suchen rund ums Selbermachen: Anfragen nach „Halloween Grabstein selber machen“ wuchsen um 240 Prozent, nach „Kunstblut selber machen“ um 150 Prozent. Beim Kürbisschnitzen führten Motive aus dem Videospiel Minecraft, Fledermäuse und der sogenannte „kotzende Kürbis“ die Suchlisten an.
Essbare Kürbisse und Rezepte

Den stärksten Zuwachs nennt Google für die Frage „Sind Halloween Kürbisse essbar?“ mit einem Plus von 590 Prozent. Suchanfragen nach essbarer Halloween-Dekoration stiegen um 110 Prozent. Bei den Rezepten lagen Blätterteig-Geister mit Würstchen und Hexenhüte aus Croissantteig vorn. Rund um das Klingeln an Haustüren suchten Nutzer vor allem nach praktischen Lösungen, etwa wie sich Süßigkeiten bereitstellen lassen, wenn niemand zu Hause ist.
Gemini-Funktionen für Kostüme und Partys
Google verbindet die Suchtrends mit sieben Anwendungsbeispielen für Gemini. Dazu gehören per Bildgenerierung erstellte Kostüm-Avatare aus einem hochgeladenen Porträtfoto, Kostümideen aus vorhandener Kleidung und Haushaltsgegenständen sowie druckbare Bastelvorlagen, etwa für Masken aus Pappe. Mit Gemini Live, der Sprach- und Kamerafunktion der App, soll sich ein Schminkvorgang Schritt für Schritt anleiten lassen. Hinzu kommen Schnitzanleitungen für Kürbisse und selbst erstellte Musikstücke für Partys.
Nicht alle Funktionen sind kostenlos. Die Animation von Fotos zu kurzen Videoclips steht laut Google nur Nutzern eines kostenpflichtigen Abos zur Verfügung. Der Beitrag nennt dafür sowohl die ältere Bezeichnung Google One AI Premium als auch Google AI. Das Abo heißt inzwischen Google AI Pro.
Halloween als Umsatzimpuls für den Handel
Für den Einzelhandel hat Halloween in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnete für 2026 mit einem Halloween-Umsatz von 537 Millionen Euro, rund 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich sank der Anteil der Menschen, die Ausgaben für Halloween planten, leicht von 15,2 auf 14,9 Prozent. Laut HDE wollten die Befragten bei Süßwaren und Schminke sparen, dafür aber mehr für Dekoration, Getränke und sonstige Lebensmittel ausgeben. Das deckt sich mit dem von Google beobachteten Interesse an Dekoration zum Selbermachen. Grundlage der HDE-Prognose ist eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln im Oktober 2026 unter mehr als 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren.
Methodik und Aussagekraft
Die Zahlen beruhen auf Googles eigenen Suchdaten für Deutschland. Google gibt ausschließlich prozentuale Veränderungen an, ohne absolute Suchvolumina oder einen genauen Vergleichszeitraum zu nennen. Bei Suchbegriffen mit geringem Grundvolumen können schon wenige zusätzliche Anfragen hohe Prozentwerte ergeben. Eine Fehlermarge oder Angaben zur Datenbasis fehlen. Google hat als Anbieter von Gemini ein kommerzielles Interesse daran, die Suchtrends mit der Nutzung seiner KI-Funktionen zu verbinden.
Quelle: Google Deutschland, Auswertung der Google-Suchtrends zu Halloween in Deutschland, veröffentlicht am 27. Oktober 2026; Erhebungszeitraum nicht genau angegeben
Weitere Marktdaten-News auf SmartWeekly.Business: