Eine aktuelle Mastercard-Studie zeigt, dass Erlebnisse für viele Menschen in Deutschland wichtiger werden als materielle Anschaffungen. Besonders gefragt sind Reisen, Naturerlebnisse, Kulinarik und Live-Events, während Ausgaben für Kleidung, Technik oder Coffee-to-go häufiger reduziert werden. Gleichzeitig gewinnen analoge und gemeinschaftliche Formate wie Vinyl-Bars, DIY-Events oder nostalgische Freizeitangebote an Bedeutung. Auch beim Schenken rücken Erlebnisgutscheine, Wellness- und Kulinarikangebote stärker in den Fokus.
Weitere Informationen gibt es unter www.mastercard.de und im aktuellen Experience Economy Report.
Deutschland erlebt 2026 eine neue Lust am Analogen: Mastercard und Trend Hunter zeigen, warum Menschen wieder Nähe, Kreativität und echte Erlebnisse suchen
Deutschland bewegt sich 2026 stärker denn je zu einer Erlebniswelt, die von menschlicher Nähe, analoger Verbundenheit und gemeinschaftlicher Kreativität geprägt ist. Die paneuropäische Mastercard-Studie Experience Economy 2026 und der aktuelle Trend Hunter Report zeigen: Erlebnisse gewinnen nicht nur an Bedeutung – sie verändern sich qualitativ. Viele Menschen wenden sich von routinierten Freizeitaktivitäten ab und suchen persönliche, achtsame und kulturell inspirierte Begegnungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (60 %) sagt, dass ihnen Erlebnisse heute wichtiger sind als je zuvor – besonders solche, bei denen neue Fähigkeiten vermittelt werden.
Deutsche investieren 2026 bewusst in Erlebnisse statt in Konsum
Die Deutschen möchten häufiger reisen (67 %), mehr Zeit in der Natur verbringen (60 %), neue kulinarische Erfahrungen sammeln (59 %) und mehr Live-Musik erleben (58 %). Das zeigt ein starkes Bedürfnis nach Entschleunigung und Erdung. Um mehr Budget für diese Erlebnisse zu schaffen, würden viele beim Kauf neuer Kleidung sparen (40 %), auf Coffee-to-go oder Takeaway verzichten und Ausgaben für ein Wohnungsupgrade reduzieren (je 30 %). Zudem planen zwei Fünftel, weniger für technische Gadgets und Streamingdienste auszugeben (44 %) – ein Hinweis darauf, dass körperlich spürbare, gemeinschaftliche und authentische Erfahrungen stärker in den Vordergrund rücken.
Die sechs Erlebnistrends, die Deutschland 2026 prägen
Wie vielfältig und kreativ das Erlebnisjahr 2026 wird, zeigen die sechs Trends, die Mastercard gemeinsam mit Trend Hunter, der größten Plattform für Kultur- und Konsumtrends, identifiziert hat:
- Analogue Escapism – bewusste analoge Auszeiten ohne Smartphone und permanente Vernetzung, etwa in Vinyl‑Bars oder bei Events mit Fokus auf Film‑ und Stillfotografie statt Social Media
- Common Ground – neue Formen von Gemeinschaft, in denen Menschen über gemeinsame Interessen zusammenfinden, etwa Fußballgruppen für queere Frauen oder Schwimmclubs für People of Colour
- Communal Coping – gemeinschaftliches Bewältigen moderner Alltagsherausforderungen, zum Beispiel Väter‑Treffs zum Haarstyling ihrer Töchter oder Gruppenschrei‑Workshops zum Stressabbau
- Conscious Connection – statt kurzer Verabredungen rückt bewusst gestaltete gemeinsame Zeit in den Fokus. Geteilte Erlebnisse wie gemeinsame Nachtzugreisen oder philosophische Dinner‑Clubs schaffen echte Nähe
- Halcyon Days – wachsendes Interesse an nostalgischen Erlebnissen und dem Lebensgefühl der „guten alten Zeit“, von Konzerten ehemaliger Teenie‑Idole bis zu Social‑Media‑Trends wie „2016 Millennial Optimism“
- Indie Everything – bewusste Hinwendung zu unabhängigen, ungeschliffenen Formaten als Ausdruck von Authentizität, etwa Second‑Hand‑Mode, DIY‑Konzerte oder Reisen zu wenig erschlossenen Destinationen
Fähigkeiten statt Souvenirs: Lernen wird zum Reisemotiv
Mehr als zwei Fünftel der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass lokale Expert:innen mit ihrem Wissen ihre Reisen bereichern (45 %), sie im Urlaub neue Fähigkeiten erlernen möchten (43 %) und dieser Kompetenzerwerb wertvoller sei als ein klassisches Souvenir.
Die Interessen sind breit gefächert:
- Rund ein Fünftel interessiert sich für traditionelles Handwerk wie Töpfern, Weben oder Holzarbeiten sowie für den Ausbau der eigenen Sprachkenntnisse (je 22%).
- Fast ein Drittel möchte sich Fähigkeiten in der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken aneignen – etwa Wein, Käse oder Braukunst (32 %)
- Ein Viertel möchte die eigenen kulinarischen Fähigkeiten in Kochworkshops mit lokalen Küchenchefs erweitern (25 %)
„In ganz Europa sehen wir einen spürbaren Wandel: Verbraucherinnen und Verbraucher überdenken nicht nur, wofür sie ihr Geld ausgeben, sondern auch, wie sie ihre freie Zeit gestalten.“, sagt Natalia Lechmanova, Chief Economist Europe beim Mastercard Economics Institute. „Unsere Ergebnisse zeigen: Je präsenter die digitale Welt im Alltag wird, desto mehr wächst der Wunsch nach Erlebnissen, die auf Nähe, Austausch und echten Begegnungen beruhen.
Ob Live‑Events, kulturelle Angebote oder Aktivitäten, die man durch persönliche Empfehlungen entdeckt – Menschen entscheiden sich gezielt für Momente, die Gemeinschaft schaffen und über den Augenblick hinaus in Erinnerung bleiben.“
Erlebnisgeschenke gewinnen an Bedeutung
Erlebnisse werden 2026 auch beim Schenken immer wichtiger: Nur rund ein Drittel der Deutschen (34 %) plant zu Anlässen wie Black Friday, Cyber Monday oder Weihnachten ein physisches Produkt zu verschenken. Jede:r Zweite (51 %) bevorzugt Erlebnisse.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
- 70 Prozent sagen, dass gemeinsame Erlebnisse Beziehungen stärken.
- 60 Prozent finden Erlebnisse sinnvoller, weil viele Menschen bereits genug besitzen.
- 60 Prozent empfinden das Schenken von Erlebnissen als persönlicher und authentischer.
- 59 Prozent schätzen die Flexibilität gegenüber physischen Geschenken.
Besonders gefragt sind Erlebnisgutscheine (52 %), kulinarische Angebote und Wellness-Erlebnisse (je 46 %) sowie Tickets für Live-Events (44 %). Viele möchten mit ihren Geschenken nicht nur Freude bereiten, sondern Zeit, Nähe und Verbundenheit schenken. Dieser Trend steht exemplarisch für eine Experience Economy, in der persönliche Begegnungen und individuelle Kulturformen zunehmend an Bedeutung gewinnen.