Zwölf Wochen mit dem Mova S70 Roller: kein Wundergerät, aber die eine spürbare
Alltagserleichterung im hektischen Alltag.
Als der Mova S70 Roller bei uns einzog, war die Erwartung gedämpft. Ein Saugroboter mit Wischwalze für unter 700 Euro klang nach einem Kompromiss, den ich später bereuen würde. Seit Anfang April läuft das Gerät bei uns, meist drei- bis viermal die Woche, während zwei Kater durch das Zuhause toben. Nach knapp drei Monaten weiß ich: Der Kompromiss ist deutlich kleiner als gedacht.
Das Erste, was positiv auffällt, ist die Saugkraft. Katzenhaare und Streu, die sich sonst zuverlässig in den Ecken sammelten, waren nach einem einzigen Durchgang weg – auf dem Teppich im Wohnzimmer genauso wie auf dem Parkett im Flur. Ich hatte fest damit gerechnet, danach noch mit dem Handstaubsauger nacharbeiten zu müssen. Musste ich nicht. Auch an den Sockelleisten, wo sich sonst gerne wochenlang Haare stapelten, sorgt die ausfahrbare Seitenbürste für spürbar sauberere Kanten.
Die Wischwalze ist der eigentliche Grund für das Reinigungsplus, und sie überzeugt fast durchweg. Weil sie ständig mit frischem statt mit Schmutzwasser arbeitet, sieht etwa die Küche danach wirklich sauber aus, nicht nur oberflächlich durchgewischt. Nur ein eingetrockneter Soßenfleck vom Vorabend bleibt mitunter hartnäckig: Am nächsten Morgen war teils noch ein schwacher Rand sichtbar. Frische
Flecken meistert die Walze mühelos.
Skeptisch war ich wegen der fehlenden Kamera zur Hinderniserkennung. Zu Recht, wie sich zeigte: Ein vergessenes Ladekabel wurde einmal quer durchs Wohnzimmer gezogen. Seitdem räume ich vor dem Start kurz auf – eine Angewohnheit, die mir früher fremd war und die inzwischen so selbstverständlich geworden ist wie das Einräumen der Spülmaschine nach dem Essen.
Positiv überrascht hat mich die Lautstärke: Nachts oder mitten in einem Videocall fällt der Roller kaum auf. Genau diese Unauffälligkeit macht am Ende den Unterschied. Ich denke nicht mehr aktiv über das Saugen nach, es passiert einfach im Hintergrund, während ich mich um anderes kümmere.
5 Dinge, die ich über den Mova S70 gelernt habe:
- Putztalent: Flecken meistert die Walze in der Regel mühelos, bei eingetrocknetem Schmutz bin allerdings weiterhin ich gefragt.
- Aufräum-Reflex: Ohne Kamera lernt nicht der Roboter dazu, sondern ich räume vorher konsequenter auf.
- Flach gewinnt: Die geringe Bauhöhe erschließt Bereiche, die vorher praktisch unerreichbar waren.
- Geruchsfrei: Die automatische Walzentrocknung verhindert den Modergeruch, den ich von anderen Systemen kannte.
- Leise: Der größte Vorteil ist, dass ich ans Saugen gar nicht mehr aktiv denke – es läuft einfach mit.

Mova S70 Roller:
Saug- und Wischroboter mit Frischwasser-
Wischwalze und Absaugstation.
700 Euro, weitere Infos