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Wenig Platz, viele Möglichkeiten: So schlägt sich das Speediance Gym Monster 2 im Test

  • 16. Dezember 2025
  • Ben Lorenz
Für Übungen wie Bankdrücken wird die Trainingsbank direkt in das kompakte Home-Gym integriert.
Für Übungen wie Bankdrücken wird die Trainingsbank direkt in das kompakte Home-Gym integriert.
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Im Speediance Gym Monster 2 Test zeigt sich, ob das kompakte Smart-Gym tatsächlich ein klassisches Fitnessstudio ersetzen kann. Mit digitalem Widerstand, integrierter Trainingsplattform und platzsparendem Design verspricht das System ein vollständiges Workout auf kleinstem Raum.

Ein komplettes Fitnessstudio auf einem Quadratmeter? Genau das verspricht der Speediance Gym Monster 2. Statt Gewichtsscheiben und Kabeltürmen arbeiten hier zwei Elektromotoren, die den Widerstand digital erzeugen. Das spart Platz, ermöglicht ungewöhnliche Trainingsmodi und macht das Gerät zu einem der spannendsten Home-Gym-Konzepte der vergangenen Jahre.

Nach mehreren Wochen im Alltag zeigt sich: Das Konzept funktioniert erstaunlich gut. Krafttraining, funktionelle Workouts und sogar Cardio lassen sich mit einem einzigen System absolvieren. Die Hardware wirkt hochwertig, der digitale Widerstand überzeugt und die Trainingsvielfalt ist enorm. Gleichzeitig erinnert die Bedienung daran, dass Fitnessgeräte heute zunehmend Softwareprodukte sind. Und genau dort liegen die größten Schwächen des Gym Monster 2.

Mehr als nur ein Kabelzug

Schon beim ersten Training wird klar, dass Speediance nicht einfach einen klassischen Kabelzug digitalisiert hat. Die beiden 800-Watt-Motoren reagieren schnell und liefern einen Widerstand, der sich überraschend natürlich anfühlt. Mit bis zu 100 Kilogramm Zuggewicht deckt das System die Bedürfnisse der meisten Hobby- und ambitionierten Kraftsportler problemlos ab.

Bild 2: Dank digitalem Widerstand lassen sich klassische Zugübungen wie Rudern direkt im Wohnzimmer absolvieren.
Bild 2:
Dank digitalem Widerstand lassen sich klassische Zugübungen wie Rudern direkt im Wohnzimmer absolvieren.

Besonders interessant sind die verschiedenen Widerstandsmodi. Im Kettenmodus steigt die Belastung zum Ende der Bewegung an, der Exzentermodus fordert gezielt die negative Phase einer Übung, während der Konstantmodus für ein gleichmäßiges Tempo sorgt. Solche Funktionen kennt man sonst eher aus professionellen Trainingsumgebungen.

Platzwunder mit Studio-Ambitionen

Der größte Vorteil bleibt jedoch der Platzbedarf. Zusammengeklappt verschwindet der Gym Monster 2 fast unauffällig an der Wand. Wer keinen Raum für Hantelständer, Gewichte und Kabelzugstation hat, bekommt hier eine erstaunlich kompakte Alternative.

Der Speediance Gym Monster 2 kombiniert Kabelzug, Trainingsbank und Touchscreen in einem kompakten Home-Gym-System.
Der Speediance Gym Monster 2 kombiniert Kabelzug, Trainingsbank und Touchscreen in einem kompakten Home-Gym-System.

Dazu gibt es mehr als 500 geführte Workouts, die über den großen 21,5-Zoll-Bildschirm abrufbar sind. Die Trainingsanleitungen erklären nicht nur die Ausführung, sondern zeigen auch direkt die korrekte Position der Seile. Gerade Einsteiger profitieren davon enorm.

Hardware top, Software mit Luft nach oben

So überzeugend die Hardware arbeitet, so durchwachsen präsentiert sich die Bedienung. Der große Touchscreen reagiert im Alltag nicht immer zuverlässig. Mal werden Eingaben zu schnell erkannt, mal benötigt das System mehrere Versuche. Hinzu kommt eine Menüstruktur, die an manchen Stellen unnötig komplex wirkt.

Bild 4: Mit verstellbaren Umlenkpunkten unterstützt das System verschiedene Zugwinkel und Übungsvarianten.
Bild 4:
Mit verstellbaren Umlenkpunkten unterstützt das System verschiedene Zugwinkel und Übungsvarianten.

Auch der Bluetooth-Ring, mit dem sich Gewichte während einer Übung anpassen lassen, hinterlässt gemischte Gefühle. Die Idee ist hervorragend, die Umsetzung jedoch nicht perfekt. Im Test kam es mehrfach zu unbeabsichtigten Gewichtsänderungen, auch wenn der Bluetooth-Ring mit Blick auf den Trainingskomfort klare Mehrwerte mit sich bringt.

Dazu gesellen sich kleinere Software-Macken, etwa unerwartete Sprachwechsel in Trainingsvideos oder Fehler, die trotz Updates bisher noch nicht vollständig verschwunden sind. Nichts davon macht das Gerät unbrauchbar, doch die Software erreicht noch nicht das Niveau der Hardware.

Fazit

Der Speediance Gym Monster 2 gehört zu den stärksten Smart-Gyms auf dem Markt. Er ersetzt tatsächlich einen großen Teil eines klassischen Fitnessstudios, benötigt dabei erstaunlich wenig Platz und bietet ein Trainingsgefühl, das viele Skeptiker überraschen dürfte.

Wer regelmäßig trainiert und eine hochwertige All-in-One-Lösung sucht, findet hier eines der spannendsten Home-Gym-Systeme überhaupt. Die Hardware begeistert, die Software bremst gelegentlich. Mit etwas Feinschliff bei Bedienung und Benutzerführung wäre der Gym Monster 2 nahe an der Perfektion.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 4.200 Euro. Doch meist gibt es das Gym Monster 2 im Angebot um 3.700 Euro. Vielseitiges Zubehör inklusive.

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Ben Lorenz

Ben Lorenz ist Diplom-Fotoingenieur, Chefredakteur und Chief Content Officer CCO bei Tech Media House. Dort verantwortet er unter anderem die SmartWeekly und SmartWeekly.business. Ben ist schon seit seiner Kindheit technikbegeistert und großer Fan von smarter Technik. In seiner Freizeit fotografiert er leidenschaftlich gerne, schaut Serien und Filme und rüstet sein Haus möglichst smart auf.

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